Gran Canaria – eine Insel, zu der ich immer wieder zurückkehre
- Jürgen Baumelt

- 15. Dez. 2025
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 23 Stunden
Es gibt Reiseziele, die besucht man einmal und hakt sie innerlich ab. Und dann gibt es Orte, die lassen einen nicht mehr los. Gran Canaria gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie. Ich reise immer wieder gerne auf diese Insel – und das Erstaunliche ist: Egal, wie oft ich schon hier war, ich entdecke jedes Mal etwas Neues.

Manchmal sind es große Highlights, manchmal ganz kleine Dinge. Ein Dorf, das ich zuvor ausgelassen habe. Ein Ort, den ich anders wahrnehme als beim letzten Mal. Oder einfach dieses Gefühl, angekommen zu sein. Gran Canaria verändert sich nicht – aber mein Blick auf die Insel schon. Genau das macht sie für mich so besonders.
In diesem Urlaub habe ich einige Ausflugsziele besucht, die mich besonders beeindruckt haben. Es sind Orte, die Gran Canaria in all seinen Facetten zeigen: kulturell, landschaftlich, lebendig und entspannt. Weitere Ziele hebe ich mir ganz bewusst für den nächsten Besuch auf – denn diese Insel soll schließlich spannend bleiben.

Gran Canaria – Vielfalt, Klima und Offenheit
Gran Canaria wird oft als Miniaturkontinent bezeichnet. Und das völlig zu Recht. Innerhalb kurzer Zeit wechselt die Landschaft von kargen Bergen über grüne Täler bis hin zu endlosen Sandstränden. Dazu kommt ein ganzjährig mildes Klima, das die Insel zu einem perfekten Reiseziel macht – egal zu welcher Jahreszeit.
Ein weiterer Grund, warum Gran Canaria für viele Menschen so attraktiv ist, ist die spürbare Offenheit. Besonders die LGBTQ-Community schätzt die Insel seit Jahrzehnten als sicheren, toleranten und lebendigen Ort. Vor allem im Süden rund um Playa del Inglés und Maspalomas hat sich eine Szene entwickelt, in der Vielfalt ganz selbstverständlich dazugehört. Dieses Gefühl von Akzeptanz macht den Aufenthalt für viele – mich eingeschlossen – besonders angenehm.

Meine Ausflugsziele
In diesem Beitrag stelle ich jene Ausflugsziele vor, die ich während meines letzten Urlaubs auf Gran Canaria besucht habe und die mich besonders begeistert haben. Die Insel hat jedoch noch so viel mehr zu bieten, dass längst nicht alles in eine einzige Reise passt. Beim nächsten Urlaub werden ganz bestimmt weitere schöne Orte dazukommen, die ich dann in einem separaten Beitrag vorstellen werde. Zudem möchte ich beim nächsten Besuch einige kulinarische Highlights kennenlernen.
Las Palmas – die Altstadt Vegueta und die Kathedrale Santa Ana
Las Palmas überrascht viele Besucher, die eigentlich nur Strand erwarten. Vor allem die Altstadt Vegueta zeigt eine ganz andere Seite der Insel. Enge Gassen, historische Häuser, kleine Plätze und eine spürbare Ruhe – obwohl man sich mitten in der Hauptstadt befindet.

Das Zentrum der Altstadt ist die Kathedrale Santa Ana. Sie prägt nicht nur den gleichnamigen Platz, sondern auch das gesamte Viertel. Die Kathedrale wirkt majestätisch und gleichzeitig einladend. Wer die Möglichkeit hat, sollte unbedingt auf die Türme hinaufgehen. Der Blick über die Altstadt bis zum Meer ist beeindruckend und vermittelt ein gutes Gefühl dafür, wie Geschichte und Moderne hier ineinandergreifen.

Rund um den Platz laden Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Für mich ist das ein Ort, an dem man einfach sitzen, beobachten und das besondere Flair von Las Palmas aufsaugen kann.
Teror – ein Dorf voller Tradition und Ruhe
Teror liegt im grünen Inselinneren und fühlt sich an wie eine andere Welt. Schon beim Ankommen merkt man, dass hier die Zeit langsamer tickt. Das Dorf ist bekannt für seine traditionellen kanarischen Häuser mit den kunstvoll geschnitzten Holzbalkonen, die dem Ort einen ganz eigenen Charakter verleihen.

Im Mittelpunkt steht die Basilika Nuestra Señora del Pino, einer der wichtigsten Wallfahrtsorte der Insel. Auch wenn man keinen religiösen Bezug hat, spürt man hier die Bedeutung dieses Ortes für die Einheimischen.

Teror ist kein Ort für Eile. Ein Spaziergang durch die Gassen, ein Kaffee am Hauptplatz, ein kurzer Plausch mit Einheimischen – genau das macht den Charme aus. Für mich war Teror einer dieser Orte, an denen man automatisch entschleunigt.
Die Dünen von Maspalomas – Freiheit und Weite
Die Dünen von Maspalomas gehören für mich zu den eindrucksvollsten Landschaften Europas. Diese riesige Sandfläche wirkt fast surreal. Man steht mitten auf Gran Canaria und hat das Gefühl, sich in einer Wüste zu befinden.

Besonders schön sind Spaziergänge durch die Dünen am frühen Morgen oder zum Sonnenuntergang. Dann ist es ruhiger, das Licht weicher und die Atmosphäre fast magisch. Der Wind formt den Sand ständig neu, sodass keine Düne der anderen gleicht.

Dieser Ort steht für mich sinnbildlich für Freiheit, Weite und das besondere Naturerlebnis, das Gran Canaria zu bieten hat.
Puerto de Mogán – Postkartenidylle am Meer
Puerto de Mogán wird oft als eines der schönsten Dörfer der Insel bezeichnet. Weiße Häuser, farbenfrohe Blumen, kleine Brücken und Wasserkanäle verleihen dem Ort ein fast schon kitschig-schönes Aussehen – aber im besten Sinne.

Der kleine Hafen mit seinen Booten und die gepflegte Promenade laden zum Spazieren und Verweilen ein. Alles wirkt ruhig, freundlich und entspannt. Hier geht man nicht einfach essen, hier genießt man den Moment.

Puerto de Mogán ist perfekt für alle, die Gran Canaria von seiner romantischen und gemütlichen Seite erleben möchten.
Der Botanische Garten bei Las Palmas – eine grüne Überraschung
Der Jardín Botánico Canario nahe Las Palmas ist der größte botanische Garten Spaniens und für mich eine echte Entdeckung. Auf weitläufigen Wegen entdeckt man vor allem Pflanzen, die ausschließlich auf den Kanarischen Inseln vorkommen.

Der Garten ist nicht nur schön angelegt, sondern auch informativ. Man lernt viel über die einzigartige Flora der Insel und bekommt gleichzeitig immer wieder fantastische Ausblicke auf die umliegende Landschaft.
Ein idealer Ort, um zur Ruhe zu kommen und Gran Canaria von seiner grünen Seite kennenzulernen.
Playa del Inglés – Strand, Leben und Vielfalt
Playa del Inglés ist einer der bekanntesten Orte der Insel – und das nicht ohne Grund. Der lange, breite Sandstrand bietet Platz für alle: für Ruhesuchende, Spaziergänger, Sonnenanbeter und Menschen, die das bunte Leben genießen.

Was diesen Ort besonders auszeichnet, ist seine Vielfalt. Unterschiedliche Kulturen, Altersgruppen und Lebensentwürfe treffen hier aufeinander – ganz selbstverständlich. Für die LGBTQ-Community ist Playa del Inglés seit Jahren ein wichtiger Treffpunkt mit einer lebendigen Szene, die weit über das Nachtleben hinausgeht.

Für mich ist dieser Ort ein Sinnbild für das offene und entspannte Lebensgefühl, das Gran Canaria ausmacht.
Gran Canaria – kein Abschied, sondern ein Wiedersehen
Diese Ausflugsziele haben meinen Urlaub auf Gran Canaria wieder einmal besonders gemacht. Jeder Ort hat seine eigene Stimmung, seine eigene Geschichte und seinen ganz eigenen Reiz. Und doch haben sie eines gemeinsam: Sie zeigen, wie vielfältig und überraschend diese Insel ist.
Ich weiß jetzt schon, es wird auch dieser Besuch nicht mein letzter sein. Denn Gran Canaria hat noch viele Ecken, die entdeckt werden wollen. Die nächsten Orte folgen ganz sicher beim nächsten Mal.

Gut zu wissen – praktische Infos für Gran Canaria
Ein kleiner praktischer Hinweis zum Schluss, der für viele Urlauber interessant sein dürfte: Die Preise für Liegen und Sonnenschirme an den Stränden haben sich geändert. Im Jahr 2026 kostet eine Einheit aus Liege oder Schirm nicht mehr 2,50 Euro, sondern 4,50 Euro. (Zwei Liegen und ein Schirm kosten neu 13,50 Euro) Wer also einen Strandtag plant, sollte diese Kosten einkalkulieren. Bezahlt wird nur mit Karte! Einfach deine Liege belegen, abkassiert wird direkt an der Liege.
Gran Canaria lässt sich übrigens sehr gut mit den öffentlichen Bussen erkunden. Das Busnetz ist dicht ausgebaut, zuverlässig und im Vergleich zu Mietwagen oder Taxi günstig. Gerade Verbindungen zwischen den größeren Orten sowie Ausflugszielen sind unkompliziert möglich – auch ohne eigenes Auto.
Generell bewegt sich das Preisniveau auf der Insel im moderaten Bereich. Essen gehen, Kaffee trinken oder kleine Einkäufe sind oft günstiger als in vielen anderen europäischen Urlaubszielen. Trinkgeld ist nicht verpflichtend, wird aber bei gutem Service gerne gesehen.
Dank des ganzjährig milden Klimas eignet sich Gran Canaria nahezu zu jeder Jahreszeit für einen Besuch. Besonders angenehm sind Frühling und Herbst, wenn es warm, aber nicht zu heiß ist. Der Atlantik ist zwar etwas frischer und rauer als das Mittelmeer, aber gut auszuhalten. Die Wassertemperatur beträgt zwischen 20 Grad in den Wintermonaten und 24 Grad in den Sommermonaten.
Die Dünen dürfen ausschließlich auf den eingerichteten Pfaden betreten werden. Inzwischen werden bei Nichtbeachtung empfi
Mein persönlicher Tipp: Lasst euch Zeit. Gran Canaria wirkt auf den ersten Blick überschaubar, entfaltet seinen besonderen Charme aber erst dann, wenn man nicht alles in ein paar Tage pressen möchte.
Meine kleine Bildergalerie
Fotos: Jürgen von Netzlos / Smartphone
Alle Fotos von Jürgen von Netzlos



















































😍 Ich bin jedes Jahr auf GC.
Ich liebe diese Insel 😍