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Warum mein Blog „Netzlos“ heißt

  • Autorenbild: Jürgen Baumelt
    Jürgen Baumelt
  • 9. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Jan.

Manchmal fragen mich Menschen, warum ich meinen Blog ausgerechnet „Netzlos“ genannt habe. Der Name klingt ja fast so, als würde ich mich komplett aus dem digitalen Leben verabschieden wollen – und dafür wäre ein Blog dann doch ein eher kurioser Ort. Aber der Name hat eine Geschichte, und vielleicht sogar ein kleines Stück Haltung.


In einer Welt, in der jeder Klick gezählt, jedes Like gefeiert und jeder Algorithmus gefüttert wird, wollte ich mir einen Raum schaffen, der ein bisschen leiser ist. Ein Ort, an dem Texte nicht geschrieben werden, um zuerst Reichweite zu generieren, sondern um etwas zu erzählen, zu teilen, zum Nachdenken einzuladen. Genau dieser Gedanke hat mich zum Namen geführt: Netzlos. Nicht, weil ich völlig offline leben möchte – sondern weil ich mich bewusst ein Stück weit aus dem ständigen Netz der sozialen Medien herausnehme.



Netzlos bedeutet frei zu sein


Ich werde für diesen Blog ganz überwiegend ohne soziale Netzwerke auskommen. Keine permanenten Posts auf zig Plattformen, keine endlosen Diskussionen in Kommentarspalten, kein Druck, immer sichtbar zu sein. Das tut gut. Es fühlt sich frei an. Und vielleicht ist es sogar ein kleines Gegenstück zu dem, was heute üblich geworden ist.


Ganz „netzlos“ bin ich dann aber doch nicht – und das ist mir wichtig zu sagen. Denn: Facebook bleibt eine Ausnahme. Nicht als Dauerbeschallung, sondern als schlichte Möglichkeit, Bescheid zu geben, wenn ein neuer Beitrag online geht. So wissen alle, die meinen Blog gerne lesen, wann es frischen Stoff gibt, und ich muss dafür nicht hunderte Plattformen gleichzeitig bedienen. Es ist ein Kompromiss, und einer, der sich für mich richtig anfühlt.


„Netzlos“ beschreibt also weniger einen völligen Verzicht, sondern eine bewusste Entscheidung: Ich möchte schreiben, ohne vom Rauschen überrollt zu werden. Ich möchte veröffentlichen, ohne mich selbst ständig vermarkten zu müssen. Und ich möchte mich austauschen – aber eben in meinem eigenen Tempo, zu meinen eigenen Bedingungen.


Vielleicht entsteht genau dadurch ein Ort, an dem Texte wieder ein bisschen mehr Raum haben. Ein Blog, der nicht nach Trends schielt, sondern nach Echtheit. Ein Platz, an dem man einfach mal ankommen darf, ohne sofort weiterzuscrollen.


Wenn du hier also liest: Herzlich willkommen in meinem kleinen, „netzlosen“ Eck des Internets. Schön, dass du da bist.

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