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Mein Blog und die Social-Media-Zwickmühle

  • Autorenbild: Jürgen B. | Netzlos.com
    Jürgen B. | Netzlos.com
  • vor 4 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit
Ich muss gestehen: Ich sitze ein bisschen in der Zwickmühle. Eigentlich wollte ich einen Blog ganz ohne Social Media führen – und jetzt kommt plötzlich doch alles anders als geplant:

Eigentlich hatte ich es ja groß angekündigt: Mein Blog kommt ganz ohne Facebook, Instagram und den ganzen sozialen Wirbelwind aus. Pures Schreiben, ganz ohne Likes, Herzchen und Geteilt-werden. Ein bisschen fühlte ich mich wie der letzte Digitalromantiker, der stolz verkündet: „Ich brauche diesen ganzen Kram nicht!“


Nun ja… theoretisch war das ein ziemlich cooler Plan. Praktisch stellte sich heraus: Ganz ohne Social Media ist das so, als hätte man eine hervorragende Geschichte – aber niemandem erzählt, wo das Buch liegt. Denn wie sollen meine Freunde überhaupt mitbekommen, dass es wieder etwas Neues gibt? Telepathie ist schön, aber leider noch in der Beta-Version.


Dann kommt dazu, dass manche Spaziergänge, Ausflüge oder kleinen Alltagsfreuden einfach zu nett sind, um sie gar nicht zu teilen. Für einen eigenen Blogbeitrag oft zu klein – aber zu schade, um sie komplett unter den Teppich zu kehren. Genau dort macht sich Facebook plötzlich erstaunlich nützlich. Es ist wie ein kleines Schaufenster für „Schaut mal, das war heute schön.“


Blog mit Social Media

Und die Bilder! Mein Blog ist ja kein Fotoalbum – aber manchmal möchte ich mehr zeigen, als ein einzelner Beitrag aufnehmen kann. Da zwinkert Facebook verschmitzt und sagt: „Dafür bin ich doch da.“ Und ja, gut, recht hat es.


Der nächste Punkt ist fast schon pragmatisch: Wenn ich eine Empfehlung schreibe – ein Restaurant, eine Pension, ein Betrieb, der mir wirklich gefallen hat – wie sollen die jemals erfahren, dass ich ihnen eine liebevolle Erwähnung geschenkt habe, wenn ich sie nicht markieren kann? Das wäre wie ein Kompliment ins Nichts zu flüstern. Lieb gemeint, aber null Wirkung.


Kurz gesagt: Ich habe gemerkt, dass mein heldenhafter Social-Media-Verzicht zwar ein romantischer Gedanke war – aber im Alltag ziemlich unpraktisch. Man kommt nicht ganz herum, wenn man möchte, dass der Blog auch wirklich bei den Menschen ankommt.


Ich werde also weiterhin schreiben, wie es mir gefällt – und mich gleichzeitig auch ein bisschen im Social-Media-Garten blicken lassen. Nicht als Influencer, sondern einfach als jemand, der Freude am Teilen hat.

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